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Madagaskar


Madagascar liegt zwischen dem 12. und dem 26. Grad südlicher Breite vor der Südostküste Afrikas, hat etwa 22 Millionen Einwohnern und eine Fläche von 587.295 Quadratkilometern.
Die Republik mit einer Küstenlänge von 4828 km, einer Länge von 1580 km, die max. breite beträgt 580 km und liegt vor der Ostküste Mosambiks im Indischen Ozean.
Die ehemalige französische Kolonie weist die typischen Wirtschaftscharakteristiken eines Entwicklungslandes auf.


Die  Jahreszeiten

Madagascar kann das ganze Jahr bereist werden.
Januar bis April : Regenzeit, aber es muß nicht täglich regnen. Zyklongefahr, pro Saison 0 bis mehrere. Bei Sonnenschein warm, im Hochland 28-30°. Heiss an den Küsten.
April bis Juni : Meist trocken und warm.
Juni bis August : Im Hochland (18-20°) und im Süden (23°) kühl, aber meist trocken.
September  bis  Oktober : Meist trocken und warm.
Oktober bis November : Erste Regenfälle, wärmer.
Dezember : Regenzeit, es muß nicht täglich regnen. Zyklongefahr, pro Saison 0 bis mehrere, bei Sonnenschein warm, im Hochland 28-30°. An den Küsten heiss.
Im Norden herrscht ganzjährig tropische Wärme.
An der Ostküste kann es ganzjährig regnen.
Der Westen und Südwesten häufig sehr trocken.

Die Einreise, Visapflicht

Am einfachsten bekommt man das Visum bei der Einreise in Madagascar . Vorzulegen hat man dabei seinen Reisepass (noch 6 Monate gültig), Rückflugticket, aber keine Passfotos. Die derzeit ausgestellten Visen gelten genau für den durchs Flugticket nachgewiesenen Aufenthaltszeitraum, jedoch max. 30 Tage.

Ein 90-Tage Touristenvisa muß bei der madegassischen Botschaft beantragt werden,  Kosten ca. 60 €.

Die Gesundheit und Impfungen

Zur Einreise nach Madagascar sind keine Impfungen vorgeschrieben.

Die Krankheiten, mit denen Sie am ehesten rechnen müssen, sind Erkältungen und Durchfall. Packen Sie sich in diesem Zusammenhang die Medikamente ein, die Sie zu Hause auch nehmen würden.

Im Falle von Diphterie, Polio und Tetanus empfiehlt sich die Auffrischung der jeweiligen Impfung, sofern notwendig

Als Schutz gegen Hepatitis A + B wurde mir 3 mal ein Kombipräparat Twinrix injiziert.

Auf Madagascar treten immer wieder Cholerafälle auf, so wie 1999. Eine Choleraimpfung ist umstritten und wird allgemein wegen eines niedrigen Wirkungsgrades nicht empfohlen. Den besten Schutz gegen die Krankheit stellen sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungshygiene dar. Wasserentkeimungstabletten (MicroPur) sind eine gute Idee. Alternativ kann man überall Mineralwasser (0.65 Euro/1.5 l) kaufen.

Gegen Malaria empfiehlt das in Tana ansässige Institut Pasteur die Einnahme von Chinin bzw. Chloriquin-Präparaten. Nicht empfohlen wird die Einnahme des teueren Lariams, das zahlreiche Nebenwirkungen haben kann. Nach Auskunft lokaler Fachleute sind die madagassischen Mücken noch nicht gegen Chininpräparate resistent. Die Einnahme von Lariam bewirkt, dass die Insekten in Zukunft auch dagegen resistent werden und dass damit das Medikament, das in einem schweren Fall heute noch hilft, wirkungslos wird. Außerdem empfielt es sich wegen seiner häufig auftretenden Nebenwirkungen nicht für Motorradfahrer.

In stehenden Gewässern können die Erreger der Bilharziose lauern, vermeiden Sie daher, sich dort länger als 5 Minuten aufzuhalten.

Lepra und Pest stellen für Touristen keine Gefahr dar.

Das Geld

Das Reisebudget in EUR sollte man am besten in Bar mit nehmen. Bei Reiseschecks ist der Wechselkurs ca 3% niedriger, außerdem verlangen die Banken die Vorlage der Kaufbestätigung. Per Kreditkarte kann man in den größeren Städten Geld abheben, die BFV ist für VISA-Karten zuständig,  die BNI Crédit Lyonais akzeptiert Visa und Master. Bezahlen mit Kreditkarte geht fast nur in der Hauptstadt oder in ausgewählten Hotels.
Inzwischen kann man mit VISA-Karte + Geheimnummer vom Geldautomaten der BMOI abheben, jedoch ist der tägliche Maximalbetrag nicht sehr hoch.  Automaten, die EC-Karten annehmen, gibt es nicht. Am Flughafen gibt es einen VISA-Geldautomaten.
Nach der Ankunft internationaler Flüge sind am Flughafen zwei Banken und der private Geldwechsler SociMad geöffnet.  Für Noten ab 50 € bekommt man den besseren Kurs. Dollar-Scheine sollten besser neue sein. Auch Reiseschecks machen Schwierigkeiten,
Eurobeträge ab 7500 € sind bei der Einreise zu deklarieren
Die Währung auf Madagascar heißt Ariary.  Es handelt sich um 10.000 Ariary, 5000 Ariary und 2000 Ariary Noten und folgenden Scheine: 100, 200, 500, 1000 Ariary.
Die aktuellen Wechselkurse findet Ihr werktäglich auf der Web-Site der Web-Site der Zentralbank.

Sitten und Gebräuche

Madagaskar ist das Land der „Fady“: Fast in jeder Gemeinde oder Region, teilweise sogar nur für Frauen und/oder Männer, für gewisse Familien, einzelne Volksgruppen oder Einzelpersonen bestehen so genannte Fady, d.h. Gebote, die auf jeden Fall einzuhalten sind. Das Wort Fady wird meistens mit dem Begriff „tabu“ übersetzt.
Also als Tourist sollte man auf dem Land nicht einfach überall reinlatschen.

Denkmäler:
Praktisch in jeder Ortschaft findet man ein Denkmal auf dem Platz der Unabhängigkeit.

Begrüssungen : Eine Umarmung mit drei Küssen auf die Wange ist die traditionelle Art der Begrüssung sowohl von Männer und Frauen untereinander als auch zwischen den Geschlechtern.

Bekleidung: Der Lamba Oany ein in unzähligen Arten von Mann und Frau getragenes Tuch ist das Haupt-Bekleidungsstück der Landbevölkerung. Viele tragen auch eine Kopfbedeckung. Es fällt auf, dass vor allem die Frauen sich gerne sehr bunt und farbenfroh kleiden.

Betteln: In den grösseren Städten und an Orten mit viel Touristen trifft man noch häufig auf Bettler.

Fanafody Gasy: Gegen fast alle Leiden kennt man ein Naturheilmittel. Oft werden diese mystischen Mittelchen auch zu „verhexten“, „verwünschen“ oder „töten“ von Gegnern eingesetzt. Fast auf jedem Markt findet man Stände mit Naturheilmitteln.

Feilschen: Mit Ausnahme der grossen Geschäfte und Supermärkte sind die Preise immer Flexibel. Die Madagassen feilschen gerne um die Preise. Dies gilt auch für die Preise von Dienstleistungen wie Taxifahrten.

Gelassenheit: Die Madagassen verfügen über ein erstaunliches Mass an Gelassenheit. „Mora-Mora“ heisst die Devise. Nichts kann einen echten Einheimischen aus der Fassung bringen.

Gesichtsmasken: Oft trifft man Frauen und Mädchen, welche eine Gesichtsmaske aus vorwiegend hellen Farben tragen. Diese nennt man Tam-Tam.

Hilfsbereitschaft: Diese ist insbesondere gegenüber dem Fremden und auf dem Lande beachtlich. Allerdings wird meistens auch eine Gegenleistung erwartet.

Höflichkeitsgeste: Man verneigt sich beim sich Kreuzen und hält den rechten Arm gegen den Boden gesenkt. Eine Form von nonverbaler Demut.

Korruption: Hier zu Lande netterweise „Politesse Malgache“ genannt – ist systemimmanent. Leider sind auch die Gerichte und die Rechtssprechung dieser Krankheit erlegen.

Musik und Tanz: Singen, Tanzen Musizieren sind noch stark verbreitet.

Nachtleben: Die jungen Frauen kennen wenig Tabus gegenüber den Männern mit Geld. Bevorzugt werden allerdings Weisse gegenüber den Einheimischen. Auch in kleineren Orten gibt es eine Diskothek.

Nationalgerichte: Reis am Morgen, Reis zu Mittag und Reis am Abend ergänzt mit ein paar Zutaten. Die Vielfaltder verfügbaren Nahrungsmittel ist zwar beachtlich, aber meistens fehlt halt das Geld diese zu erwerben

Ordnungskräfte: Ortspolizei, Gendarmerie und Armee sind deren Grundpeiler. Leider unterliegen aber auch diese Staatsorgane der überall vorhandenen Korruption und sind wenig zuverlässig.

Öffnungszeiten: Immer und nie. Keine klaren Regeln.

Ranovola: Reiswasser. Dieses wird in den Hotely immer zum Essen serviert. Es handelt sich den Abguss des
Wassers in dem der Reis gekocht wurde. Schmeckt für den Geschmack eines Europäers nicht sonderlich gut. Nicht empfohlen zu Trinken, denn man weiss nicht ob es nach dem Abkühlen verschmutzt wurde.

Schnaps-Brennen: Vielerorts wird ein hochprozentiger Schnaps aus Zuckerrohr und Tamarinde mit einfachsten technischen Hilfsmitteln gebrannt, verkauft und logischerweise auch konsumiert. An der Ostküste entlang des Pangalanes wird aus Zuckerrohr auch ein vergorener Most, welcher die Einheimischen Betsa-Betsa nennen hergestellt.
Der Alkoholismus stellt ein nicht zu unterschätzendes soziales Problem dar, insbesondere, weil diese gebrannten Wässer relativ billig verkauft werden.

Verkehrsmittel: Das wichtigste Verkehrsmittel bildet der „Taxi-Brousse“ (Buschtaxi). Aber auch der Piroge und den Fähren kommen als Verkehrsmittel eine grosse Bedeutung zu.

Wichtiger Hinweis an uns Besucher
Andere Länder – andere Sitten. Dieses Sprichwort trifft auf Madagaskar nun wirklich zu.
Nehmen Sie als Reisender auf die völlig anders strukturierte Gesellschaft und deren Gebräuche und Sitten Rücksicht. Sie werden mit logischem Argumentieren auf kein Verständnis stossen. Die Menschen – vorwiegend die Landbevölkerung – leben was deren Verhalten anbetrifft, noch wie die Europäer vor 200 Jahren.Versuchen Sie die Hintergründe der Verhaltensweisen zu Hinterfragen und lernen Sie, dass man auch in anderer Form glücklich und zufrieden leben kann.

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