Madagaskar mit dem Motorrad

Madagaskar die vergessene Insel


Motorrad Tour auf der viert
größten Insel, 
Madagaskar

Unsere Reisezeit : May bis Juni,
insgesamt 6 Wochen auf Tour.
Vorbereitung : Informationen über Madagaskar aus dem Web gesammelt.Eine Straßenkarte und einen Reiseführer gekauft.
Motorräder gemietet bei Manfred Luft 

Madagascar on Bike - Antananarivo - Madagascar
Visa bei der Botschaft
  www.botschaft-madagaskar.de  beantragt.
Flugticket bei Air Madagaskar gekauft.


Da standen wir nun am Flughafen in Mailand, jeder von unserer Truppe mit Schmetterlingen im Bauch. Was kommt da wohl auf uns zu? Wir haben für 5 Wochen die Motorräder von Manfred Luft gemietet ( Manfred ist ein Deutscher Auswanderer der Honda`s Transalp vermietet in
Mada ).
Was sicher ist Manfred holt uns am Morgen nach dem Flug in Antananarivo am Flughafen ab. Immer hin, somit bekommen wir unsere Maschinen für die Reise sicher.
Doch das Kribbeln im Bauch bleibt, 6 Wochen in ein Abenteuer, mit Recht lausigen französisch Kenntnissen und Informationen aus Büchern und dem Web.
Ankunft morgens in Tana (Antananarivo), endlich! Aber wo ist das Gepäck von meinem Freund, da haben sie in Mailand doch gleich eine Reistasche nicht eingeladen. Wenigstens war Manfred am Fughafen um uns abzuholen. Dadurch mussten wir zwei Tage länger in Tana bleiben als geplant.
Nun hatten wir unsere Zimmer, die Motorräder und zwei Tage Zeit, bis das Gepäck nachgesendet wird. Am ersten Tag eine kleine Tour mit Manfred nach Ivandry zum Palast der letzten madagassischen Königin.

Königreich Madagaskar

Umringt von Kindern bei jeder Pause unterwegs

Am zweiten Tag eine Tagetour nach Anjozrobe zu einem Wasserfall ,auf dieser Tour kam das erste mal das Biker Feeling für die Insel. On The Road Again herrliche Landschaften das Moped unter dem Hintern und die Straßen entlang.
Endlich Gepäck ist vollständig, es geht los in unser Abenteuer. Aus den Schmetterlingen im Bauch ist nur noch eine riesige Vorfreude für die nächsten Wochen geworden. Mit der Verständigung klappt es ganz gut, die Madagassen sind ein herzliches Volk. Doch in Ihren Augen sind wir Weiße ( Vasar ) superreiche Menschen, die nur so mit ihrer Kohle rumschmeißen. Madagaskar gehört zu den Ärmsten Länder der Welt ein Durchschnittseinkommen von 30 EUR im Monat. Daher sollte man sich den Sitten und Gebräuchen des Landes anpassen. Die Madagassen haben Ihren Stolz, respektieren wir Ihre Bräuche, so werden Sie mit offenen Armen empfangen.

1. Reise Tag (R.T.): Antananarivo nach Antsirabe  (zweit größte Stadt von Mada) die Reise geht los ,dass Moped rollt die Highway entlang den ersten

Wilde Landschaft und Staubpisten
Regenschauer beim fahren. Aber auch den letzten. In Antsirabe zeigt uns ein Junge ein schönes Hotel, das wir bei unserer Reise dreimal nutzen werden.  Am Abend bei der Heimfahrt mit der Rikscha aus der Disco wird mir meine Brille gestohlen. Nun geht die Reise weiter, leider nur noch mit der Sonnenbrille.
Was nachts beim Fahren nicht wirklich toll ist, Begrenzungs- pfosten, Weise Streifen oder Straßenbeleuchtung gibt es keine. So bin ich im Dunkel immer einen von den Jungs hinterher gerudert.

2.R.T.: Antsirabe nach Fianarantsoa (Fiana) (Zentrum des Gemüse Anbaus) Die Landschaft auf der Hochebene ist hier geprägt von Feldern mit Reis und Gemüse, die terrassenförmig in di Berghänge angelegt sind. Die Gemüsesuppen schmecken hervorragend in dieser Ecke. In Fiana ein Hotel mitten in der City, die Motorräder konnten wir im Treppenhaus des Hotels parken. ( Mopeds nicht bei Nacht auf der Straße unbewacht lassen, sonst habt ihr keins mehr ).

3.R.T.: Fianarantsoa nach Mananjary zur Ostküste, die Ostküste von Madagaskar ist zum größten Teil noch mit Regenwäldern bedeckt. Durch genau diese Wälder fahren wir auf den Weg nach Mananjary. Auf einer recht neu gebauten Straße durch gefühlte 100.000 Kurven von der Hochebene (ca.1100 m)  zum Indischen Ozean. Was für eine traumhafte Motorradstrecke, an Wäldern, Flüssen, Tälern, und Bergen vorbei , ein grünes Paradies.In einem mehr oder weniger angenehmen Hotel am Meer, das einzigste, wird gepennt.
In dieser Nacht tobte ein mächtiges Gewitter, ich wusste am morgen früh geht die Reise weiter.

4.R.T.: Mananjary nach Manankara, diese Ort liegt ca. 100 km südlich an der Ostküste,leider können wir nicht direkt am Meer entlang und fahren ein Teil der Strecke zurück. Bis zur Abzweigung nach Manankara, hier verlassen wir den Regenwald und rollen auf einer Schotterpiste durch rechte karge Landschaften. Hier bekommen wir den Raubbau am Regenwald zu sehen, trotzdem ich bin hin und weg von dieser anderen Landschaft.

Gegen Abend erreichen wir unser Ziel, Manankara in einer angenehmen Bungalow Anlage direkt am Meer kann ich und die Jungs einmal die Beine hochlegen.  Hier bleiben wir erst einmal ein paar Tage. Gutes Essen Fisch und Graben Getier am Meer immer das beste, der Rum ist auch nicht zu verachten. Die Umgebung bietet einiges, was wir für eine gemütliche Tagestour nützen.

5.R.T.: Manankara zurück nach Fianarantsoa, die Kurven dieser Strecke sind genial. Das gleiche Hotel zum Übernachten und am nächsten Tag weiter in den Süden.

6.R.T.: Fianarantsoa nach Ihosy, hinter Fiana verlassen wir die Gemüseregion. Vom Tal geht es kurvenreich den Berg hoch, doch oben ändert sich schlagartig die Landschaft. Vor uns liegt eine recht karge steppenartige Landschaft. Madagasische Highways (Schlaglöcher ohne Ende) am Horizont kahle Felsen und Steppengras. Immer schnurr Gerade der Straße entlang wie geil...Übernachtet wird in Ihosy wo ich und die Jungs einen lustigen Abend an einem Madagasischen Kiosk verbringen.

7.R.T.: Ihosy nach Tulear, liegt am Meer Süd-Westlich. Hier im Süden wird die Landschaft immer trockener und staubiger. Tulear ist die größte Stadt im Süd-Westen, wo eine Nacht geschlafen wird ,dachte ich. Am Abend muss ich etwas gegessen haben das mich den nächsten Tag zu einem Aufenthalt zwang, den ich auf dem Klo verbrachte.
Tags darauf konnte ich wieder ordentlich auf der Maschine sitzen und wir sind an die Ifaty Beach gefahren. Eine traumhafte Bucht ein paar Kilometer von Tulear wo uns der Sandstrand, die Palmen und das Meer überredeten ein paar Tage Pause ein zulegen. Mit der Hondo Transalp durch weichen Sand (die Straße dorthin) ist nicht so leicht, immer schön Gas geben damit das Vorderrad nicht einsingt, sonst liege ich schnell auf dem Hosenboden.

8.R.T. und 9.R.T.: Geht es die Strecke zurück Tulear nach Ambalavao nach Antsirabe, diese Strecke in zwei Tage zu bewältigen statt in drei ist hart.

So musste ich darauf achten, dass wir am morgens früh aus den Federn kommen ,damit wir am Abend an unserem Ziel sind. Ride free ride hard. Bei Nacht auf der Piste unterwegs ist mühsam und anstrengend, schlappes Licht am Moped ,Schlaglöcher die nicht schnell erkannt werden oder Zebus die auf einmal aus dem nichts auftauchen.

10.R.T.: Antsirabe nach Morondava, dieser Ort liegt an der Westküste, hier möchte ich meinen Freund Rainer besuchen, er lebt schon seit 2002 hier und betreibt eine Bar in Morondava. Morgens ,blubbern wir von Antsirabe in Richtung Miandrivazo eine Gebirgige Landschaft mit einer gut Asphaltierten Straße. Wunderschön, wie sich die Gegend zur Westküste verändert, doch die Strecke zwischen Miandrivazo und Malaimbandy hat es in sich. Es sind ja nur 120 km Weg, doch dafür haben ich und die Jungs gute 3,5 Stunden gebraucht. Was für ein Ritt ,Schlaglöcher in die ein LKW reingeht ein Hügel nach dem anderen, das bisschen Asphalt ist mehr ein Hindernis. Sand und Piste alles zerfurcht von PKW`s und LKW`s, diese brauche 2 Tage für den Abschnitt.

Von Malaimbandy nach Morondave ist die Piste dann schon fast eine gute Straße, hier haben wir unterwegs nach Benzin in Plastikkanistern gekauft. Nachts dann endlich Morondava, ca. 350 km knapp 10 Stunden in den Knochen.

Hier ist ein längerer Aufenthalt eingeplant, den wir richtig genießen. Kulinarisches nur frisch aus dem Meer, mein Freund Reiner führt uns in seine neue Heimat ein. Beachen am Strand, Nachtleben mit den Madagassen und diverse Touren in der näheren Umgebung. Doch leider kommt der Tag an dem es nach Hause gehen muss, mit einem tränenden und einem lachenden Auge, verlasse ich dieses Land.

11.R.T. und 12.R.T.: Morondava nach Antsirabe nach Antananarivo, noch mal einen harten Ritt über die zerfurchte Piste den Rest erledigen wir auf einer Arschbacke zurück an den Ausgangspunkt unserer Reise, Tana.

Fazit : Madagaskar mit dem Motorrad zu erkunden ist für mich ein großes Abenteuer gewesen.
Gefahren mit dem Moped  knapp 5.000 km. Vielen Dank an Manfred, deine Maschinen sind zwar Alt aber Topp gewartet.

Wer gut Französische spricht, hat einen Vorteil, bin aber auch ohne diese große Kenntnisse gut durch gekommen.
Die Reiseroute beschränkt sich auf die Hauptstraßen, die auch immer an den großen Städten vorbei laufen oder Enden. Nur hier bekommt Ihr ein Hotel und Benzin, auch Geld oder Mobiles Telefonnetz (Internetcafe). Auf Abwegen sollte sich der Reisende nicht wirklich begeben es könnte böse enden. (Außer mit Führer)
Die Menschen von Madagaskar empfand ich als ein lebensfrohes Volk die gerne Ihre Feste feiern.
Die Staatsmacht hält als Wegelagerer schon gerne mal die Hand auf, für ein Bier oder Zigarette.
Preise für Essen trinken sehr günstig,
Übernachten je nach dem zwischen 5 und 20 EUR,
Benzin kostet so wie bei uns.

Ja ich träume noch davon den Norden der Insel zu bereisen. Muss nur das Sparkäschen füllen
.


Links : Hier gibt es noch weitere Vorschläge und gute Informationen über die Insel.

Dilag-Tours - Ihr Reiseveranstalter auf Madagaskar

Manfred Luft und seine Mopeds zum Mieten

Madagaskar Travel

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