Geschichte über die Kassándra, Griechenland


Eigentlich ist Kassandra keine klassische Halbinsel, sondern einer der drei 'Finger' der griechischen Chalkidiki-Halbinsel. Sie ähnelt einer riesigen Hand, nur ohne Daumen und Zeigefinger. Die restlichen drei 'Finger', Sithonia zwischen Kassandra im Westen und Athos im Osten, reichen bis an die vierzig Kilometer in die Nord-Ägäis. Kassandra liegt ca. 85 Kilometer südlich von Thessaloniki, zwischen dem Golf von Thermanikos im Westen und dem Golf von Toroneos im Osten.
Die Landzunge, die Kassandra und Chalkidiki verbindet, wird an ihrer schmalsten Stelle beim Ort Potidea, durch einen Kanal durchbrochen. So müssen Boote nicht den ganzen 'Finger' umrunden, um von einem Golf in en anderen zu gelangen.


Kassándra der liebliche Finger

Über den Kanal führt eine imposante Brücke, die direkt in den idyllischen Fischerhafen von Potidea führt, wo man sich auf die Entdeckung des Kassandra-'Fingers' einstimmen kann.Im Licht der untergehenden Sonne leuchten die Ruinen der einstigen Festungsstadt Kassandra, die vor der Küste im Meer liegen. Ihr Name geht auf den Mazedonischen König Kassandros zurück, der sie im Jahre 316 vor Christi erbauen ließ. Kassanda ist der touristische Anziehungspunkt der drei 'Finger', besonders beliebt bei Deutschen, Österreichern, Holländern und Briten, aber auch für die Griechen stehen Reisen nach Kassandra ganz oben auf der Liste. Kassandra bietet für jeden Geschmack etwas: über zweihundert Kilometer Küste für exklusiven oder romantischen Badeurlaub, Hotels aller Kategorien, und Campingplätze, Geschichte, Natur und ein ideales Klima, besonders im Frühjahr oder Spätsommer, wenn es nicht ganz so heiß ist und man die Fauna des Kassandra-'Fingers' beim Wandern erkunden kann. 

Für größere Entfernungen ist eine Motorrad- tour ideal, besser als im Mietwagen, denn manche Wege über die alten Dörfer sind einfacher mit dem Motorrad zu bewältigen. Zum Beispiel ins Bergdorf Paraskevi, das aus den traditionellen Steinhäusern, der Kirche und dem Kafenion besteht, wo die Bauern und Bienenzüchter zum Feierabend beim Ouzo sitzen. Sikoni ist Kassandras größter Fischerhafen. Noch etwas fern vom Tourismus hat sich der Ort seinen beschaulichen Charakter erhalten. Ein breiter Sandstrand lädt zum Baden ein und die Fischrestaurants in den verwinkelten Gassen zu einem guten griechischen Essen.

Urlaub auf der Kassandra in Griechenland

Einsame Strände gibt es
reichlich zu entdecken.

Historisches ist erlebbar in Afitos. Es heißt, die Gegend sei schon 3000 vor Christi besiedelt gewesen. Trotz vieler Zerstörungen im Laufe der Geschichte ist der hübsche Ortskern erhalten geblieben. Ab 19 Uhr ruht der Verkehr, Reisende und Einheimische sind in den alten Gassen unterwegs oder blicken von den Terrassen der Tavernen aufs Meer hinaus, denn der Ort bietet eine hervorragende Sicht über den Toreneos Golf bis nach Sithonia, den mittleren 'Finger' der Chalkidiki-Halbinsel. Schönstes Dorf, so heißt es , soll Afytos sein, am Rande eines Steilufers gelegen. Häuser und die alte Dorfkirche sind aus Naturstein gebaut, und am Abend kann man hier das ursprüngliche Leben auf dem Dorfplatz beobachten. Der Strand ist nur einige Minuten entfernt. Große Hotelanlagen gibt es hier nicht; kleinere, im traditionellen Stil errichtete Pensionen bieten guten Servie, der mit dem Ambiente harmonisiert. Wer zum Abschluss einer schönen Inseltour doch noch mal richtig 'abfeiern' möchte, sollte einen Abstecher nach Chaniotis machen. Das Dorf, das 1936 entstanden ist, hat sich zu einem touristischen Highlight entwickelt, mit allem Trubel, der dazu gehört. Und wem es nicht gefällt, kann es mit Pefkochori versuchen, einem eben so attraktiven Ferienort an der Ostküste.

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